Fasching und Karneval
Heftig wurde immer wieder darüber gestritten, ob der Fasching eine christliche,
katholische Institution sei. Die päpstliche Empfehlung von Martin IV. im Jahre 1284.
Die Gläubigen sollten etliche Tage Fastnacht halten und fröhlich sein, bestätigt diese Ansicht.
Geiler von Kayserberg, Franziskanerprediger am Straßburger Münster, meinte:
“ Die Christliche Catholische Kirche erlaubet eine ehrliche recreation und Wollustbarkeit,
damit ihre geistliche Kinder desto williger seyn, die heilige Fasten zu halten.“
Fasching und Rosenmontag
Der Ursprung der Faschingszeit geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. In Köln sprach man schon
im Jahr 1234 vom närrischen Treiben. Straßenumzüge hat es in Westfalen erstmals Anfang
des 17. Jahrhunderts gegeben. Vor Beginn der 40- tägigen österlichen Bußzeit haben die Christen
die letzten Tage noch einmal richtig gut gegessen, getrunken, getanzt und gefeiert.
Den Faschingssonntag nannte man damals „ Herrenfastnacht“,
der heutige Rosenmontag wurde „ Bauernfastnacht“ genannt.
Aschermittwoch
Am Aschermittwoch beginnt die vierwöchige Fastenzeit. Um Mitternacht endet das fröhliche
Treiben, Hochzeiten, Tanz und Vergnügen sind nach dem ursprünglichen Geboten bis Ostern
verboten. Papst Gregor I. ( 590- 604 ) hat diesen Tag eingeführt, nachdem das verrückte
Faschingstreiben immer ausschweifender wurde. Mit dem Hunger ist es eine merkwürdige
Sache: wer ihn hat, ist unzufrieden, und wer ihn nicht hat, ist ebenfalls unzufrieden.
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